Kaffeehäuser in Wien, die sich lohnen, sind das Sacher und der Demel für Torte, das Bräunerhof zum Frühstück, das Hawelka spätabends und das Sperl für Zeitung und Billard. Vom Naschmarkt gehen Sie nach unserer Schätzung 9 Minuten ins Sperl und 13 ins Museum, wo die Melange 6,90 Euro kostet wie im Landtmann am Ring. Die berühmten Häuser sind nicht die einzigen guten, und das berühmteste hat womöglich auch im Winter noch zu: Das Café Central ist seit 16. März 2026 wegen Renovierung geschlossen.
Welches Kaffeehaus sollte man in Wien besuchen? 10 Häuser im Vergleich
An kalten und nassen Tagen verbringen Sie den Nachmittag in Wien am besten im Kaffeehaus. In welchen Monaten Sie damit rechnen müssen, steht in unserem Überblick über die beste Reisezeit für Wien, Monat für Monat.
Wir sind MINT, fünf Apartments eine Minute vom Naschmarkt im 6. Bezirk. Die Tabelle ordnet zehn klassische Häuser danach, wie weit Sie von uns aus gehen; die Minuten sind unsere Schätzung ab der U4-Station Kettenbrückengasse. Die Preise stehen so auf den aktuellen Karten der Häuser, geprüft im Oktober 2026.
| Kaffeehaus | Gehzeit ab MINT | Bekannt für | Preis 2026 |
|---|---|---|---|
| Sperl | 9 Min. | Billard, Zeitungen | nicht online |
| Museum | 13 Min. | Melange | 6,90 Euro |
| Sacher | 18 Min. | Original Sacher-Torte | 11,50 Euro |
| Schwarzenberg | 20 Min. | Salon Einspänner | 7,20 Euro |
| Bräunerhof | 23 Min. | Frühstück | 13,10 Euro |
| Hawelka | 24 Min. | Buchteln am Abend | nicht online |
| Demel | 25 Min. | Kaiserschmarrn | nicht online |
| Central | 28 Min. | Renovierung | geschlossen |
| Landtmann | 30 Min. | Melange | 6,90 Euro |
| Prückel | 31 Min. | Ringcafé seit 1903 | nicht online |
Quellen: Café Sperl; Karte Café Museum; Café Sacher Wien; Karte Café Schwarzenberg; Speisekarte Café Bräunerhof; Geschichte Café Hawelka; Café Demel; Café Central; Karte Café Landtmann; Speisekarte Café Prückel.
Hat das Café Central offen? Seit 16. März 2026 nicht
Das Café Central im Palais Ferstel, an der Ecke Herrengasse und Strauchgasse, gibt es seit 1876. Seit 16. März 2026 ist es wegen einer umfassenden Renovierung geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für den Winter 2026 geplant, ein Datum gibt es noch nicht. Wenn Sie im Januar oder Februar kommen, prüfen Sie also vorher, ob es wieder aufgesperrt hat. Während des Umbaus verweist das Haus auf das DECENTRAL auf der Freyung, sein modernes Gegenstück.
Häuser aus derselben Zeit haben offen. Das Schwarzenberg am Kärntner Ring eröffnete 1861 und nennt sich das älteste Café an der Ringstraße. Das Landtmann am Universitätsring gibt es seit 1873, das Sperl seit 1880. Älter als alle anderen Häuser in unserer Tabelle ist der Demel am Kohlmarkt, seit 1786 Zuckerbäcker. Die Geschichte des Wiener Kaffeehauses selbst beginnt Ende des 17. Jahrhunderts: Das erste gründete der armenische Spion Deodato.
Wann haben die Kaffeehäuser offen? Von 7 Uhr früh bis 1 Uhr nachts
Die regulären Öffnungszeiten, Stand Oktober 2026:
- Sperl: Mo bis Sa 7:00 bis 22:00 Uhr, So 10:00 bis 20:00 Uhr
- Museum: täglich 8:00 bis 21:00 Uhr
- Sacher: täglich 7:00 bis 23:00 Uhr
- Schwarzenberg: Mo bis Fr 7:30 bis 23:30 Uhr, Sa und So 8:30 bis 23:30 Uhr
- Bräunerhof: täglich 8:00 bis 22:30 Uhr
- Hawelka: Mo bis Do 9:00 bis 24:00 Uhr, Fr und Sa 9:00 bis 1:00 Uhr, So 9:00 bis 22:00 Uhr
- Demel: täglich 10:00 bis 19:00 Uhr
- Landtmann: Mo bis Sa 7:30 bis 24:00 Uhr, So 7:30 bis 22:00 Uhr
- Prückel: täglich 8:30 bis 22:00 Uhr
Am frühesten sperren das Sacher und, außer am Sonntag, das Sperl auf, beide um 7:00 Uhr. Am längsten offen hat freitags und samstags das Hawelka. Der Demel schließt schon um 19:00 Uhr, planen Sie ihn also für den Nachmittag ein. Prüfen Sie die Feiertage kurz vor Ihrem Besuch: Für 24. bis 26. Dezember, Silvester sowie 1. und 6. Jänner haben die Häuser ihre Zeiten noch nicht veröffentlicht.
Was bestellt man im Wiener Kaffeehaus? 3 Kaffees zu 6,90 bis 7,70 Euro
Eine klassische Karte führt Dutzende Kaffees. Drei davon sollten Sie kennen:
- Wiener Melange: ein kleiner Mokka mit heißer Milch und Milchschaum, 6,90 Euro im Museum, im Landtmann und im Schwarzenberg.
- Einspänner: ein großer Mokka im Glas mit Schlagobers, 7,50 Euro im Sacher; der Salon Einspänner kostet 7,20 Euro im Schwarzenberg und 7,70 im Landtmann.
- Verlängerter: ein kleiner Mokka, mit heißem Wasser verlängert, ähnlich einem Americano, 6,90 Euro im Schwarzenberg.
Jedes Haus macht die Melange ein wenig anders. Die Sacher Melange im Sacher ist ein Espresso mit heißer Milch und Schlagobers und kostet 7,50 Euro. Die klassische Melange kostet im Museum am Karlsplatz genauso viel wie im Landtmann und im Schwarzenberg am Ring.
Der Einspänner hat seinen Namen, so die Geschichte, von der Kutsche mit einem Pferd: Das Schlagobers hielt den Mokka des Kutschers warm. In beiden Ringcafés kostet er etwas mehr als die Melange.
Zur Torte: Die Original Sacher-Torte gibt es seit 1832, im Sacher mit Schlagobers um 11,50 Euro. Im Landtmann kostet die Sachertorte 8,50 Euro und das Schlagobers 1,30 Euro dazu, zusammen also 9,80 Euro. Beim Demel bestellen Sie Demels Sachertorte oder den Kaiserschmarrn.
Zum Frühstück: Das Bräunerhof-Frühstück kostet 13,10 Euro, mit zwei Stück Handgebäck, Butter, Marillenmarmelade, Beinschinken, Gouda und weichem Ei. Serviert wird es Mo bis Fr bis 11:30 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen bis 14:00 Uhr. Im Museum gibt es Frühstück täglich bis 11:30 Uhr.
Was ist typisch für ein Wiener Kaffeehaus? Kulturerbe seit 2011
Die Wiener Kaffeehauskultur wurde 2011 in das österreichische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen, als gesellschaftliche Praxis. Typisch sind Marmortischchen, Thonetstühle, Logen und Zeitungstischchen. Das Verzeichnis beschreibt das Kaffeehaus als Ort, „in dem Zeit und Raum konsumiert werden, aber nur der Kaffee auf der Rechnung steht“.
Im Alltag heißt das:
- Zum Kaffee kommt ein kleines Glas Wasser, der Geschichte nach zuerst als Platz für den Löffel.
- Zeitungen liegen auf, im Sperl täglich aktuelle Zeitungen und internationale Presse.
- Für einen Kaffee dürfen Sie lange sitzen bleiben.
Im Bräunerhof, das heuer nach einer Renovierung wieder aufgesperrt hat, saß Thomas Bernhard fast täglich. Er las dort österreichische Tageszeitungen und trank seinen Kaffee schwarz.
Welche Kaffeehäuser liegen beim Naschmarkt? Das Sperl in 9, das Museum in 13 Minuten
Vom Naschmarkt aus erreichen Sie zwei klassische Häuser in einer Viertelstunde zu Fuß. Das Sperl liegt an der Ecke Gumpendorfer Straße und Lehárgasse im 6. Bezirk, nach unserer Schätzung rund 650 Meter oder 9 Minuten zu Fuß von der U4-Station Kettenbrückengasse. Gebaut wurde es 1880 nach Plänen der Ringstraßenarchitekten Gross und Jelinek. Drinnen stehen Marmortische, Thonetstühle und Billardtische. Am Wochenende gibt es Live-Musik.
Das Museum am Karlsplatz, Operngasse 7, gibt es seit 1899. Bis dorthin sind es nach unserer Schätzung rund 1.000 Meter, 13 Minuten. Zum Sacher brauchen Sie rund 18 Minuten, zum Schwarzenberg am Ring rund 20 und zum Bräunerhof, zum Hawelka und zum Demel in der Innenstadt 23 bis 25 Minuten, alles unsere Schätzung.
Sie können zum Beispiel bis 11:30 Uhr im Museum frühstücken, am Nachmittag zum Demel gehen und den Abend im Sperl verbringen, das montags bis samstags bis 22:00 Uhr offen hat. Den Kaiserschmarrn gibt es beim Demel auch zum Mitnehmen, für später in der Küche Ihres Apartments. Wenn Sie zum Flohmarkt am Naschmarkt gehen, verbinden Sie ihn mit dem Sperl, das schon um 7:00 Uhr aufsperrt.
Wenn Sie vor allem ins Landtmann oder ins Prückel möchten, wohnen Sie in der Innenstadt näher: Den Weg von uns schätzen wir auf 30 und 31 Minuten.
Übernachten am Naschmarkt: 5 Apartments, eine Minute vom Markt
Zu zweit wohnen Sie bei uns im Mini MINT, 35 m² groß, ab 185 Euro pro Nacht. Zu viert wohnen Sie in der Penthouse Maisonette mit zwei Schlafzimmern oder im MINT Artisan. Jedes Apartment hat eine Küche und eine Waschmaschine. Check-in ist ab 15:00 Uhr, und Ihr Gepäck bewahren wir vorher kostenlos auf, so sitzen Sie am Anreisetag schon am Vormittag im Kaffeehaus. Ab 7 Nächten zahlen Sie im Tarif Wochenend+ 15 Prozent weniger. Termine prüfen und buchen.
Häufige Fragen
Welches Kaffeehaus sollte man in Wien besuchen? Für Torte gehen Sie ins Sacher oder zum Demel, zum Frühstück ins Bräunerhof, spätabends ins Hawelka und für Zeitung und Billard ins Sperl. Das Café Central ist seit 16. März 2026 wegen Renovierung geschlossen.
Was ist typisch für ein Wiener Kaffeehaus? Typisch sind Marmortischchen, Thonetstühle, Logen, Zeitungen und ein Glas Wasser zum Kaffee. Bezahlt wird nur der Kaffee, auch wenn Sie lange sitzen bleiben.
Wie heißt das älteste Wiener Kaffeehaus? Das erste Wiener Kaffeehaus gründete Ende des 17. Jahrhunderts der armenische Spion Deodato. Von den bekannten Häusern von heute nennt sich das Schwarzenberg, eröffnet 1861, das älteste Café an der Ringstraße, und der Demel ist schon seit 1786 Zuckerbäcker.
Hat das Café Central offen? Nein, es ist seit 16. März 2026 wegen einer umfassenden Renovierung geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für den Winter 2026 geplant, ein Datum gibt es noch nicht, prüfen Sie es also vor Ihrem Besuch.
Was kostet eine Melange in Wien? Im Museum, im Landtmann und im Schwarzenberg kostet die Wiener Melange 2026 jeweils 6,90 Euro. Die Sacher Melange mit Schlagobers kostet im Sacher 7,50 Euro.
Welche Kaffeehäuser liegen beim Naschmarkt? Das Sperl erreichen Sie von der U4-Station Kettenbrückengasse nach unserer Schätzung in 9 Minuten zu Fuß, das Museum am Karlsplatz in 13 Minuten. Das Sperl gibt es seit 1880, das Museum seit 1899.
Ist die Wiener Kaffeehauskultur ein Kulturerbe? Ja, sie wurde 2011 in das österreichische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das ist ein nationales Verzeichnis, kein Welterbe.
Quellen
Unser Team prüft die Termine, Preise und Zahlen auf dieser Seite von Hand anhand offizieller Quellen.
- Café Central im Palais Ferstel
- Café Sacher Wien, Hotel Sacher
- Demel, K.u.K. Hofzuckerbäcker
- Café Landtmann
- Café Leopold Hawelka
- Café Sperl
- Café Museum
- Café Prückel
- Café Bräunerhof
- Café Schwarzenberg
- Wiener Kaffeehauskultur im österreichischen Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes, Österreichische UNESCO-Kommission
- Zehn Fakten über das Wiener Kaffeehaus, WienTourismus
Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026. Christian, Gastgeber und Gründer, MINT @Naschmarkt.


